Berichte

Ein Ausflug der Volleyball-Abteilung

Vorspiel

Pelzkuhl CityBerlin, 15. Oktober 2011, 20.45 Uhr. Vor genau einer Woche wurde ich wieder einmal von meiner Vergangenheit eingeholt - quasi aus dem virtuellen Nichts (!).

Gabi: „Stefan, wolltest Du nicht einen Bericht über unser Wochenende in Pelzkuhl schreiben?“
Ich: „Hm, ja schon,  aber das ist doch schon vier Monate her und ich habe momentan wirklich sehr viel zu tun und bin andauernd unterwegs.“
Gabi: „Aber nächstes Wochenende bist Du doch Strohwitwer und da hättest Du doch am Samstagabend Zeit, oder?“
Ich: „Ich kann mich kaum noch an was erinnern und ....“
Gabi: „Toll, ich fand nämlich Deinen Artikel über unseren letzten Wandertag totaaaal lustig!“
Ich: „Ich schreib was.“

Manchmal sollte man einfach die Klappe halten können.

Jetzt sitze ich also hier, die aufgetauten und getoasteten Fleischpflanzerl liegen ein bisschen zu schwer im Magen, das Licht ist gedimmt und ein fast leeres Gläschen Single Malt steht neben mir. Letzterer sollte mir eigentlich etwas Inspiration einhauchen, bisher ist der Spirit aber noch nicht angekommen. Ist vielleicht auch gar nicht so schlecht, wenn sich der Blick in die Vergangenheit etwas verklärt, denn soweit ich mich erinnern kann, war der damals in Pelzkuhl auch manchmal ein wenig unscharf. Insofern kann der geneigte Leser davon ausgehen, dass viele Ereignisse, die in diesem Artikel eventuell oder auch nicht auftauchen, nicht so oder auch gar nicht statt gefunden haben. Trotzdem, gute Unterhaltung!

Am 13. April 2013 belegte die Volleyball Mixed-Mannschaft beim Hausturnier 2013 von Pallavoli 2001 e.V. den vierten Platz und wurde Dritter der Herzen. Insgesamt nahmen acht Mannschaften beim Turnier in der Halle am Hohenzollernring, wo auch unsere Abteilung schon einige Turniere ausgerichtet hat, teil.

Gespielt wurde zunächst in zwei Gruppen à vier Mannschaften. In jeder Mannschaft sollten mindestens zwei Frauen mitspielen. Ein Spiel bestand aus zwei Sätzen. Die Platzierungen wurden in der Endrunde ausgespielt. Hier traten die jeweiligen Ersten, Zweiten, Dritten und Vierten im Kampf um die Endplatzierung gegeneinander an.

Unsere Gastgeber von Pallavoli hoben das Motto „Spaß“ in den Vordergrund. Dieses unterstrichen sie mit den Teamnamen ihrer beiden Mannschaften: Pallavoli Fun und Pallavoli Spaß. Auch wir hatten uns den Spaß auf die Fahne geschrieben und starteten zu jedem Match mit dem Ruf „Miiiit Spaß!“ Mit dieser Einstellung wurden wir in unserer Gruppe Zweiter und spielten in der Endrunde um einen Platz auf dem Treppchen und die Bronzemedaille.

Was in unserem Spiel der Endrunde folgte, kann locker mit großen Matches mithalten. Spaß, Einsatz, Kampf, Freude, Verlängerung, Fehlentscheidungen, Reklamation, Größe. Es war eines der emotionalsten Spiele, das unsere Truppe jemals bestritten hat. Der erste Satz ging nach großem Kampf äußerst knapp verloren. Uns war klar, dass wir den dritten Platz noch erreichen könnten, wenn wir den zweiten Satz mit lediglich einem Ballpunkt besser gewinnen würden. Also warfen wir noch einmal alles in die Waagschale. Der hartumkämpfte Satz nährte sich dem Ende und nach dem verwandelten Matchball hatten wir um einen Punkt besser den dritten Platz erreicht. So dachten wir. Unsere Freude und Feierlaune wurde jäh vom Veranstalter unterbrochen, der uns mitteilte, dass noch ein Tie-Break bis 15 gespielt werden müsse. Der Turniermodus wurde soeben geändert, weil es beim Spiel um Platz 1 so verlangt wurde. Nach kurzem Unverständnis erinnerten wir uns an das Motto und versuchten uns neu zu motivieren. Der entscheidende Satz verlief genauso knapp, wie die vorherigen. Mit großem Einsatz erkämpften wir den Matchball und verwandelten ihn. So dachten wir. Das Schiedsrichtergespann sah es nach Protesten der gegnerischen Mannschaft anders. Eigene Proteste mit Berufung auf das eindeutige Regelwerk stießen auf taube Ohren. In dieser Situation zeigten wir Größe und nahmen das Spiel wieder auf. Wir verloren.

Am Ende bleibt der vierte Platz und der große Dank des Veranstalters an unsere Mannschaft, die sich durch Sportsgeist und Fairness ausgezeichnet hat. Er weiß, dass wir der wirkliche Dritte sind. Der Dritte der Herzen.

Vielen Dank an die Truppe von Pallvoli für dieses tolle Turnier und das leckere Büffet.


Marc

IGanzlin-TSVm Juni in Ganzlin, bei Plau am See, findet alljährlich ein riesen Open-Air-Spektakel mit über 120 Volleyballteams statt - der BJK-Pokal.
Gespielt wird auf über 40 Rasen- und 8 Beachplätzen in 5 Kategorien: Beach - Bezirksklasse - Freizeit C - Freizeit D und Bierklasse. Und wir mittendrin.
Am 22.6.2012 machten sich zunächst 6 Volleyballer auf nach Ganzlin, um die Provinz zu rocken: JESSY und jessy, Stefan, Carsten, Marc und ich.

Ganzlin-GruppenspielGezeltet wurde im ganzen Ort, wo immer man auch nur einen Hering reinpieken konnte. Die Stimmung war ausgelassen und heiter, wenn auch am Freitagabend einige Sportler anderer Teams nicht mehr so sportlich aussahen. Zunächst erstmal einen Überblick verschaffen, dann das Fußballspiel D:Gr im Festzelt bejubeln, an-schließend am Zelt den Abend ausklingen lassen.

Wenn Bälle durch die Luft fliegen ...

... dann hat der TSV Staaken zu seinem alljährlichen Mixed-Turnier geladen.

Es ist Samstag, also Wochenende. Das schreit doch eigentlich danach, länger im Bett zu bleiben und in aller Gelassenheit auszuschlafen. Aber der Wecker klingelt und schafft es mit seinem lauten und durchdringenden Geläut einen aus dem Schlaf zu reißen. Es ist sechs Uhr in der Früh! Aber warum eigentlich? Ach ja, heute ist ja das Turnier und die Halle muss bis zum Eintreffen der Mannschaften vorbereitet sein und das Buffet wartet auf seine Zubereitung. Also los, raus aus den Federn!

thumb_waltons... sah es für den zufälligen Betrachter wahrscheinlich nicht aus als die Staakener Volleyballer auf zwei Flössen übers Wasser trieben. Eher wie die "Waltons" bei einem Sonntagsausflug oder die "Kelly Family" als Sie damals von der Insel vertrieben wurde (wo ist ein Sturm, wenn man einen braucht?). Aber von Anfang an...

Nach einer basisdemokratischen Abstimmung, die mehrere (gefühlte) Monate in Anspruch nahm, hatten sich die Volleyballer des TSV staaken für eine beschauliche Floßfahrt entschieden. Anscheinend hatten einige noch Wasser vom Paddeln im vergangenen Jahr in den Schuhen, weshalb wir nur zu zehnt in den "Großen Wentowsee" stechen sollten.
Wir hatten Glück. Der Volleyball-Gott konnte bei seinem Kumpel dem Wettergott noch einen Gefallen einfordern, so dass dieser das bereits geplante verregnete Wochenende verschieben mußte, und wir für unseren Wandertag den schönsten Tag im September zur Verfügung gestellt bekamen.